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Saubere Rendite: Nachhaltigkeit muss sich auszahlen

eingestellt von Ann-Kathrin Pietruschka am 30. November 2020

Saubere Rendite: Nachhaltigkeit muss sich auszahlen

Das Wort Nachhaltigkeit ist in unserem Alltag omnipräsent und gewinnt auch bei der Geldanlage mehr und mehr an Bedeutung. Was Anleger über nachhaltige Geldanlagen wissen müssen, erklärt unser Bereichsdirektor für Vermögende Kunden, Dirk Suhrkamp, im heutigen Interview.

Herr Suhrkamp, warum interessieren sich aktuell viele Menschen für das Thema Nachhaltigkeit, auch im Bereich Finanzen?

Suhrkamp: Nachhaltigkeit ist heute aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Das gilt für die Konsumgüterbranche, wenn Sie im Supermarkt einkaufen. Für die Fortbewegung mit der Bahn oder dem Auto. Und das gilt auch für Finanzprodukte. Abzulesen ist dies nicht zuletzt aus den Statistiken: Allein im Jahr 2019 stieg das verwaltete Vermögen von Nachhaltigkeitsfonds in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr von 44,7 auf 63,2 Milliarden Euro. Der Anstieg von 18,5 Milliarden Euro war der größte Zuwachs, seitdem diese Statistik vom Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) erstellt wird. Ja, wir sehen im Markt zurzeit eine Sensibilisierung der Kunden im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen. Dazu trägt auch die Debatte um den Klimawandel bei. Auch wenn sie zu kurz greift. Nachhaltigkeit ist mehr. Erst durch die Betrachtung von ökologischen, sozialen und Aspekten der verantwortungsvollen Unternehmensführung bekommen wir ein umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis.

Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen, um in einen Nachhaltigkeitsfonds der Deka aufgenommen zu werden?

Dirk Suhrkamp, Bereichsdirektor Vermögende Kunden

Dirk Suhrkamp, Bereichsdirektor Vermögende Kunden

Suhrkamp: Die Fonds der Deka investieren nur in Wertpapiere, die nach Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Dazu werden die Aktien nach Kriterien für Umweltmanagement (z. B. Klimaschutz, Umweltpolitik), soziale Verantwortung (z. B. Menschenrechte, Sozialstandards in der Lieferkette, Sicherheit und Gesundheit) und Unternehmensführung (z. B. Bestechung und Korruption, Transparenz und Berichterstattung) bewertet. In Unternehmen mit Verstößen gegen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Kinderarbeit oder Korruption wird selbstverständlich nicht investiert. Durch die Nachhaltigkeitsanalyse werden die jeweils am nachhaltigsten wirtschaftenden Unternehmen ausgewählt (Best-in-Class-Ansatz).

Wie passen Rendite und Nachhaltigkeit zusammen? Ist die Performance von nachhaltigen Finanzprodukten vergleichbar mit herkömmlichen?

Suhrkamp: Bei allem gilt der Grundsatz: Nachhaltigkeit muss sich auszahlen. Studien zeigen eine positive Beziehung zwischen Rendite und guter Corporate Governance. Das heißt Unternehmen, die die Grundsätze einer guten Unternehmensführung berücksichtigen, können durchaus erfolgreicher sein, als Firmen, die sich diesen Standards nicht verpflichtet fühlen. Die Integration von Nachhaltigkeit in die Anlageentscheidung hilft Risiken messbar und vermeidbar zu machen. Zudem erweitert die Nachhaltigkeitsanalyse die Wahrnehmung für Unternehmen mit sehr zukunftsweisenden Geschäftsmodellen. Ein früher Einstieg bietet die Chance, von zukünftigen Wertsteigerungen in besonders wachstumsstarken Bereichen zu profitieren und kann somit zu einer besseren Rendite führen.

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